Wenn die Tage im Herbst kürzer und kälter werden, schlägt das vielen aufs Gemüt. Experten sprechen von einem so genannten Herbst- beziehungsweise Winterblues, der uns den Antrieb raubt. Einer der Gründe dafür ist der Mangel an Licht. Der Körper schüttet in der dunklen Zeit nur wenig von dem Glückshormon Serotonin aus. Daher sinkt die gute Laune. Gleichzeitig produziert der Körper jedoch mehr Melatonin, das Schlafhormon. Viele Menschen fühlen sich daher in der Winterzeit stets müde und schlapp.
Der Chefredakteur der "Apotheken Umschau", Hans Haltmeier, rät, jeden Tag an der frischen Luft spazieren zu gehen. Und zwar auch dann, wenn es draußen ungemütlich ist. Noch ein Tipp vom Experten: "Zu viel schlafen sollte man nicht, auch wenn man sich müde fühlt. Sieben bis acht Stunden reichen völlig aus", meint Haltmeier.
Auch ein Vitaminmangel kann für die Müdigkeit verantwortlich sein. Wer Stress hat, verbraucht seine Vitaminreserven schneller. Ganz wichtig ist das Vitamin B12. Der Körper benötigt es für die Bildung roter Blutkörperchen und für die Funktion von Gehirn und Nervenzellen. Auch Johanniskrautextrakt kann dafür sorgen, dass man aktiver und belastbarer wird.
Hartmeier empfiehlt anfälligen Menschen auch so genannte Tageslichtlampen. "Das sind Therapiegeräte, die deutlich heller sind als normale Lampen", weiß der Experte. Vor diese Lampen sollte man sich täglich setzen – bis zu zwei Stunden. Wer kann, sollte zudem seinen Jahresurlaub in die Wintermonate legen, um in wärmeren Ländern Sonne zu tanken und so den Winter zu verkürzen.
Wem das alles nichts hilft, sollte sich eines bewusst machen: Der nächste Frühling kommt bestimmt!
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