Wenn erste Knospen und Sonnenschein den Frühling ankündigen, sehnt man sich nach Rundum-Frische und so steht bei vielen der Frühjahrsputz an. Warum nicht auch dem Körper etwas Gutes tun und ihn vom angesammelten Balast des Winters befreien? Das geht mit einer Fastenkur. Sie hilft, den Körper rundum zu regenerieren, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und Vitalität und Wohlbefinden zu steigern. Fasten ist zudem eine gute Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen und gesund in den Frühling zu starten.
Das sollte man beim Fasten beachten:
Fasten soll den Verdauungstrakt entlasten. Kuren, wie nach Buchinger, verzichten daher ganz auf feste Nahrung. Zur Vorbereitung dienen Entlastungstage, an denen nur Leichtes wie Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Obst gegessen wird. Danach steht nur noch Flüssiges auf dem Speiseplan. 2,5 bis 3 Liter sollten das pro Tag mindesten sein. Mineralwasser, verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte, salzarme Gemüsebrühe, ungesüßte Kräutertees und Molke bieten sich an sowie Säfte aus frischem Obst und Gemüse, die als wahre Vitaminbomben die Vitalität fördern. Stark verarbeitete, mit Farb- oder Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern angereicherte Produkte wie Fertigsuppen sowie Kaffee, schwarzer Tee, Limonaden, Süßstoff, Alkohol, Zigaretten und Appetitzügler sind dagegen tabu.
Zur Unterstützung der Entleerung des Darmes werden in den Entlastungstagen natürliche Passagesalze empfohlen, die es in Apotheken auch als angenehm schmeckende Sprudelsalze gibt. Ist der Darm nach spätestens drei Tagen leer und nimmt man täglich weniger als 500 Kalorien zu sich, wird der Körper in den Fasten-Stoffwechsel versetzt, lebt von seinen Reserven und damit verschwindet meist auch das Hungergefühl. Spaziergänge, heiße Duschen, Wärmflaschen und Saunabesuche tun beim Fasten nicht nur gut, sie unterstützen auch die Entgiftung über die Haut und Lunge. Sanfter Sport wie Walking, Radfahren oder Gymnastik verhindern den Abbau von Muskeleiweiß, bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Durchblutung. Zum Fasten gehört aber auch viel Ruhe und Entspannung - am besten ohne Verpflichtungen und Zwänge des Alltages, dafür mit viel Schlaf.
Gesunde Menschen können fünf bis sieben Tage lang fasten, Neulinge sollten sich vorher beim Hausarzt durchchecken lassen. Längere Kuren sollten nur unter der Aufsicht von Spezialisten durchgeführt werden. Am Ende der Fastenzeit ist es dann wichtig, den Verdauungstrakt langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Auffallen wird dabei der wieder gut funktionierende Sättigungsreflex, der ausgeprägte Geschmackssinn und die meist stark gesunkene Lust auf Süßes. Am besten, man nutzt die Chance und stellt gleich seine Ernährung um. Doch wer einmal seinen inneren Schweinehund überwunden und seine eingefahrenen Verhaltensmuster durchbrochen hat, ist meist ohnehin hochmotiviert, sein neues Körpergefühl zu erhalten.
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