Bubble Tea ist beliebt wie nie. Bunt, süß und hip – gerade Jugendliche stehen auf das Kultgetränk aus Asien. Kaum ein Nahrungsmittel hat sich in den letzten Jahren so schnell durchgesetzt. Doch Verbraucherschützer schlagen jetzt Alarm, denn das Teegemisch hat nicht nur massenhaft Kalorien, sondern auch etliche Zusatzstoffe und sogar Weichmacher.
500 Kalorien, 30 Stück Würfelzucker
Eigentlich besteht das Szenegetränk aus schwarzem oder grünem Tee, der wahlweise mit Milch oder Joghurt gemischt werden kann und durch Sirup seine unterschiedlichen Geschmacksnoten wie Apfel oder Erdbeere bekommt. Seinen Namen verdankt der Tee dem Zusatz in Form von Tapioka-Perlen, Popping-Boas – mit Fruchtsirup gefüllten Perlen – oder in Fruchtsirup eingelegten Geleestückchen, sogenannten Jellys. Eine fatale Mischung, die sich mit bis zu 500 Kalorien auf einen halben Liter als reinste Kalorienbombe entpuppt. 50 bis 90 Gramm Zucker weist ein Becher in der Regel auf. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Coca Cola bringt es nur auf 150 Kalorien! Was sonst noch im Tee steckt, können selbst Verkäufer nicht sagen - das heißt, es kann alles Mögliche untergemischt sein: Farb- und Konservierungsstoffe, Aromen und Säuerungsmittel. Das kann nicht nur fatale Folgen für Menschen haben, die auf bestimmte Zusatzstoffe überempfindlich reagieren. Laut Verbraucherschutz müssten Azofarbstoffe, die im Tee enthalten sind, auf dem Becher als Warnhinweis vermerkt werden. Denn dieser Farbstoff kann sich zum Beispiel nachteilig auf die Konzentrationsfähigkeit von Kindern auswirken. Leider ist die Kennzeichnung erst ab 2014 gesetzlich vorgeschrieben.
Karies, Herzrasen, Nervosität und Unwohlsein
Doch damit nicht genug: Möglicherweise verstecken sich zudem giftige Weichmacher, sogenannte Phthalate, im Trendgetränk. Diese gelten als höchst gesundheitsgefährdend, weil sie sich unter anderem auf den Hormonhaushalt auswirken. Interessant ist zudem, dass die Hersteller von Bubble Tea im Gegensatz zu Coca Cola keine Angaben zum Koffeingehalt des Getränks machen müssen. Doch schon geringe Mengen können bei Kindern zu Herzrasen, Nervosität und Bauchschmerzen führen. Darüber hinaus gilt der in Nahrungsmitteln enthaltene Zucker als Auslöser von Karies, denn er stellt den idealen Energielieferanten für die circa 500 im Mund vorhandenen Bakterienarten dar. Indem sie den Zucker in Säure umwandeln, entziehen sie dem Zahnschmelz wichtige Mineralien. Im fortgeschrittenen Stadium greift die Säure auch auf das Zahnbein, das sogenannte Dentin, über und zerstört so Stück für Stück den gesamten Zahn. Kindern unter fünf Jahren wird im Übrigen ganz davon abgeraten, den Tee zu verzehren. Die erdnussgroßen Stärkekügelchen lassen sich durch den dicken Strohhalm zwar aufsaugen, können bei Kleinkindern aber auch ganz schnell zum Verschlucken führen.
Leckere & gesunde Smoothies für heiße Sommertage!












