Allergien gegen Lebensmittel nehmen bei Kindern zu. Wer betroffen ist, sollte einige Ratschläge beachten.
Immer mehr Kinder leider an Lebensmittelallergien. Die Zahl der Betroffenen in Europa hat sich nach Angaben von Wissenschaftlern in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Nach Ansicht von Experten sind im Grunde nur 14 Lebensmittel verantwortlich für 90 Prozent der Allergien. Zu diesen Top-Allergenen zählt man unter anderem glutenhaltiges Getreide wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Dinkel, aber auch Erdnüsse, Soja, Sellerie und Milch.
Zu den Lebensmittelunverträglichkeiten gehören neben der "echten" Allergie auch Unverträglichkeiten, die nicht allergisch sind. Auch gibt es so genannte Pseudoallergien. Da man als Betroffener kaum unterscheiden kann, woran man leidet, raten Experten, keine Selbstdiagnose vorzunehmen, sondern einen Arzt aufzusuchen. Beim Arzt werden spezielle Tests durchgeführt, um eine Diagnose zu erstellen. So wird zum Beispiel in einem Ernährungstagebuch längere Zeit festgehalten, wann und mit welchen Symptomen auf ein Lebensmittel reagiert wurde.
Während Allergiker das entsprechende Lebensmittel vollständig vom Speiseplan streichen müssen, werden bei nicht allergischen Lebensmittelunverträglichkeiten oft kleine Mengen vertragen. Leidet jemand zum Beispiel an einer Milchzuckerunverträglichkeit, muss dieser nicht komplett auf Milch und Milchprodukte verzichten. Anders bei Erdnüssen: Hier reichen oft kleinste Mengen, um heftige Reaktionen bis zu Erstickungsanfällen und Kreislaufzusammenbrüchen auszulösen. In solch einem Fall muss der Betroffene vollständig auf das entsprechende Lebensmittel verzichten.
Doch dieser Verzicht ist nicht immer einfach. Bei Lebensmitteln sind die Zutaten nämlich oft nicht auf Anhieb zu erkennen. So werden Hühnerei- oder Milcheiweiß häufig als Bindemittel eingesetzt. Hier hilft ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Lebensmittelproduzenten müssen sie auf der Zutatenliste angeben, egal in welcher Menge sie verarbeitet sind. Wenn Allergiker sich nicht sicher sind, ob das gewählte Lebensmittel für sie geeignet ist, helfen die Hersteller weiter.
Weitere Informationen und Tipps zum Thema Lebensmittelunverträglichkeit und Allergien gibt es auf der Homepage von Nestlè. Dort kann die Broschüre "Nahrungsmitteallergien – Tipps für die richtige Lebensmittelauswahl" kostenlos heruntergeladen oder per Post bestellt werden.
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