Eine gesunde Ernährung ist besonders für Schulkinder wichtig. Neben Obst, Gemüse und Vollkornprodukten gehört nach Ansicht von Experten auch Fisch regelmäßig auf den Speiseplan. Schließlich enthält dieser die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, die Kindern helfen, den Schulalltag besser zu meistern. Die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA) sind daher umgangssprachlich auch als "Gehirnfettsäuren" bekannt.
Omega- 3-Fettsäuren fürs Gehirn
Nach Expertenmeinung sollte man in jedem Lebensalter auf eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren achten. Denn besonders DHA gilt als wichtiger Bestandteil des Gehirns und der Netzhaut der Augen. Schon während der Schwangerschaft beginnt der Einbau der Fettsäure in diese Organe. Diese Entwicklung setzt sich später im Kindesalter fort.
Die Fischöle dienen dem Körper als "Baumaterial", erklärt der Hamburger Kinderarzt Dr. Friedrich Kaiser und fügt hinzu: "Die Fettsäuren beteiligen sich an der Bildung von Verknüpfungen sowie Übertragung von Signalen im Gehirn und machen so Denken, Lernen und Erinnern überhaupt erst möglich."
Konzentration und Feinmotorik
Wissenschaftler verweisen auf eine Reihe von Studien, die belegen, dass eine gute Versorgung mit DHA die Entwicklung der Intelligenz, der Feinmotorik, der Sprachfähigkeiten, das soziale Verhalten sowie die Sehschärfe günstig beeinflussen können. Auch hätten Omega-3-Fettsäuren positive Effekte auf das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit. Zudem gäbe es Hinweise, dass das Allergie-Risiko sinke und sich die Symptome von ADHS verbessern könnten.
Experten empfehlen eine tägliche Aufnahme von mindestens 300 Milligramm Omega-3-Fettsäuren. Diese Menge nimmt man zu sich, wenn man etwa zwei Mal die Woche Fisch isst. Dr. Kaiser weiß: "Um den täglichen Bedarf mit DHA und EPA zu decken, müsste jedes Kind je nach Alter und Gewicht und in Abhängigkeit vom Omega-3-Gehalt im Fisch 200 bis 500 Gramm Fisch pro Woche essen."
Doch die Deutschen sind ausgewiesene Fisch-Muffel. Hierzulande ist der Fischverzehr mit 15 Kilogramm pro Jahr eher gering. Zum Vergleich: In Kanada sind es über 20 und in Japan sogar über 90 Kilogramm Fisch. Besonders Kinder können sich jedoch hierzulande nur wenig für Fisch begeistern.
Nahrungsergänzung kann helfen
Wenn es mit dem Fisch gar nicht klappt, kann man auch auf eine Reihe von pflanzlichen Ölen zurückgreifen. Ist eine ausreichende Versorgung gar nicht gegeben, weisen Experten auf die Möglichkeit hin, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Doch Eltern sollten stets mit gutem Beispiel voran gehen und sich gesund ernähren. Dr. Kaiser betont: "Der Schulbeginn ist ein prima Anlass, mit guten Vorsätzen für eine gesunde Ernährung ins neue Jahr zu starten."












