Eltern sind oft verunsichert, wenn es um den richtigen Sonnenschutz für ihre Kinder geht, dies ergab eine Studie, die im Auftrag der Knappschaft unter Eltern mit Kindern im Alter von bis zu 12 Jahren durchgeführt wurde. Die Krankenkasse wollte anlässlich der jetzigen Sommerferienzeit die größten Wissenslücken von Eltern in puncto Sonnenschutz herausfinden.
Kinderhaut ist extrem lichtempfindlich
Alarmierend: Viele Eltern sind immer noch nicht ausreichend über die spezielle Schutzbedürftigkeit von Kinderhaut informiert. So sollten Babys bis zu ihrem ersten Lebensjahr gar nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Auch für ältere Kinder gilt: Vorsicht beim Spielen im Freien – Oberkörper, Oberschenkel, Kopf und Gesicht immer ausreichend schützen. Zwar geben 41 Prozent an, dass sie den Aufenthalt ihrer Kinder in der direkten Sonne kurz halten oder möglichst vermeiden, jedoch glauben 30 Prozent, dass das Pigmentsystem von Kindern bereits ab dem Kindergarten- oder Grundschulalter voll ausgebildet ist. Ein fataler Irrtum, denn das ist erst mit dem Einsetzen der Pubertät der Fall.
Mehrfaches Eincremen verlängert nicht die Schutzdauer
Die zeitliche Schutzfunktion von Sonnencremes, -sprays oder Sunblocker wird immer noch überschätzt. 46 Prozent der Eltern glauben, dass sich die Zeit, die ihre Kinder geschützt in der Sonne bleiben können, durch mehrfaches Eincremen mindestens um die Hälfte verlängert. Mehrfaches Eincremen ist absolut zu empfehlen, da nur so der Sonnenschutz, der durch Abrieb, Schweiß oder Wasser lückenhaft werden kann, bestehen bleibt. Der Zeitraum, in dem die Haut gefahrlos der Sonne ausgesetzt werden kann, verlängert sich dadurch aber nicht.
Kleidung als UV-Schutz noch nicht verbreitet
Es gibt mittlerweile spezielle Textilien, die mit einem Lichtschutzfaktor, dem sogenannten UPF oder UV-Protection-Factor, ausgewiesen sind. Diese Sonnenschutzkleidung besteht meist aus Nylon oder anderen synthetischen Materialien und ist besonders dicht gewebt. Leider hat sich dieser Trend jedoch bei den meisten Eltern noch nicht wirklich durchgesetzt, so halten 81 Prozent der Eltern helle und 68 Prozent leichte Stoffe für besonders geeignet, um ihre Kinder vor der Sonne zu schützen. Was viele nicht wissen: Dunkle Stoffe aus dicht-gewebtem Material haben einen viel höheren Lichtschutzfaktor als helle, leichte Stoffe.
Jedes dritte Kind hat einmal im Jahr einen Sonnenbrand
Anlass zur Sorge gibt die Bilanz zum Thema Sonnenbrand: 36 Prozent der Eltern bestätigen, dass ihr Kind alleine im letzten Jahr ein- bis dreimal einen Sonnenbrand hatte. Eine erschreckend hohe Zahl, denn jeder Sonnenbrand erhöht die Hautkrebsgefahr um ein Vielfaches. Die Ergebnisse bestätigen die Knappschaft in ihrem Engagement für mehr Hautschutz und gesunde Familien.
Einen Sonnenschutz basteln? Anleitungen gibt es unter Basteln-Gestalten.de












