Seit Jahrtausenden wachsen Kinder in der Gesellschaft von Tieren auf. Selbst Kleinkinder, vor allem Einzelkinder, profitieren von einem vierbeinigen Freund. Das Tier kann sogar als Geschwisterersatz dienen.
Zu beachten ist aber die erhöhte Unfallgefahr bei Kleinkindern im Umgang mit Haustieren. Die kindgerechte Sicherheit sollte bei der Anschaffung eines tierischen Gesellen im Vordergrund stehen. Schon kleine Kinder können lernen, wie man Rücksicht auf ein anderes Lebewesen nimmt, sich darum kümmert und Verantwortung trägt.
Je nach Tierart kann ein kleines, temperamentvolles Kind durch so einen neuen Gefährten gezähmt werden oder sich mit einem Hund beispielsweise so richtig beim Spielen und Spazierengehen austoben. Damit all dies ohne gefährliche Zwischenfälle abläuft, müssen Eltern beim Kauf darauf achten, dass das ausgewählte Tier zum Kind und zur Familie passt. Eine Dogge ist z.B. nicht das geeignete Haustier für ein eineinhalb oder zwei Jahre altes Kind, denn nach einem Jahr kann die Dogge bereits locker auf den Esstisch schauen. Mit einer glitschigen Schlange lässt es sich auch nicht gut kuscheln. Wellensittiche sind zwar klein und sicher im Vogelkäfig aufgehoben, können aber ungünstig sein, wenn das Kind gegen Staub oder ähnliche Stoffe allergisch ist.
Weil ein Hund viel Zeit in Anspruch nimmt, kaufen Eltern ihren Kindern oft Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen. Aber gerade diese Tiere hält die Münchner Tierärztin Elke Deininger für schlechte Spielgefährten. "Hamster sind Einzelgänger und nachtaktiv, Meerschweinchen und Kaninchen lassen sich nicht gern streicheln." Sie hat einen außergewöhnlichen Haustier-Tipp, der bei Eltern eher für Schrecken sorgt: "Bei den Kleintieren sind Ratten ganz gut geeignet. Sie sind neugierig und nehmen von sich aus Kontakt zu Kindern auf." Wer sich doch nicht zum Kauf einer Ratte durchringen kann, dem rät die Tierärztin zu den klassischen Familientieren Hund oder Katze. Beide können sich wehren, wenn die Kinder zu wild werden.
Oft leben Hund oder Katze schon im Haushalt, bevor ein Baby zur Familie hinzukommt. Grundsätzlich sollten sich Haustiere nicht in dem Zimmer aufhalten, in dem das Baby schläft. Wenn das Kind draußen schläft, kann man ein Netz über den Kinderwagen spannen, damit sich die Katze sich nicht auf das Gesicht des Babys setzt. Wenn Babys oder Kinder sich zusammen mit einem Hund in einem Raum aufhalten, muss der Hund immer beobachtet werden. Jeder Hund kann sich mal unwohl fühlen oder schlechte Laune haben. Katzen laufen in der Regel weg, wenn sie von einem Kind geärgert werden, aber manche kratzen und beißen auch. Außerdem müssen die Tiere die notwendigen Wurmkuren gemacht haben, um das Baby nicht anzustecken. (Baby-vornamen.de)
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