Jede Schwangerschaft ist anders, doch eine Frage kommt immer auf: wie und wo soll das Baby auf die Welt kommen? Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt – Geburtshaus, Klinik oder Zuhause - verläuft die Schwangerschaft unkompliziert, gibt es viele Möglichkeiten. Besonders bei Risko- und Mehrlingsschwangerschaften, drohenden Frühgeburten oder wenn ein Kaiserschnitt ansteht, bietet sich aber die Entbindung in einer Klinik an. "Die meisten Einrichtungen bieten Informationsabende an, wo man das Entbindungszimmer, den Kreißsaal, sowie die Wöchnerinnen- und Neugeborenenstation besichtigen kann", erklärt Mirko Ruchel von der Techniker Krankenkasse (TK). Wichtig ist dabei, dass besonders die werdende Mutter sich wohlfühlt, aber natürlich auch die medizinische Ausstattung und Qualität.
Der Klinikführer der TK hilft werdenden Eltern sich über Kliniken in ihrer Nähe zu informieren. „Hier ist unter anderem anhand von Befragungen nachvollziehbar, wie zufrieden die Patienten mit der Behandlung auf Geburtshilfestationen waren", erläutert Ruchel vom Projekt TK-Klinikführer.
Beim Informationsabend in der ausgewählten Klinik sollten dann folgende Fragen geklärt werden:
• Wieviele Geburten betreut die Klinik pro Jahr und wieviele Kreißsäle gibt es?
• Was passiert, wenn mehrere Geburten gleichzeitig stattfinden?
• Wieviele Hebammen sind pro Schicht auf der Station und darf auch die
eigene Hebamme die Geburt betreuen bzw. ist ein Arzt bei der Geburt dabei
oder zumindest sofort abrufbar?
• Darf die Mutter selbst entscheiden, in welcher Position sie das Kind
bekommen möchte, bzw. stehen Alternativen zum Geburtsbett wie Wanne
oder Hocker zur Verfügung?
• Welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung bietet die Klinik an?
• Darf der Partner oder eine Vertrauensperson bei der Geburt dabei sein?
• Wie hoch ist die Dammschnittrate und wie oft werden Saugglocke und
Vakuum eingesetzt?
• Wieviele Kaiserschnitte werden in der Klinik pro Jahr durchgeführt, gibt es
einen eigenen OP dafür, wie wird betäubt und wie danach behandelt?
• Steht rund um die Uhr ein OP-Team für Notfälle zur Verfügung und wie
schnell ist ein Kinderarzt vor Ort, bzw. besitzt die Klinik eine
Kinderintensivstation?
• Wie sind die Zimmer auf der Wöchnerinnenstation ausgestattet?
• Bietet die Klinik Rooming-In für Mutter und Kind?
• Gibt es auch Einzel- und/oder Familienzimmer, wo Väter mit in der Klinik
bleiben können und was kosten diese?
• Legt die Klinik Wert auf Stillförderung und betreut die Mütter dabei auch,
wenn es nicht gleich klappt?
• Wie ist die Besucherregelung besonders auch für Geschwisterkinder?
Hat man sich für eine Klinik entschieden sollte noch folgendes geklärt werden:
• Wann muss man sich zur Geburt anmelden und was benötigt man dabei.
• Wann sollte man sich auf den Weg in die Klinik machen und wo genau ist
der beste Eingang/Parkplatz zum Kreissaal – besonders, wenn es schnell
gehen muss.
Die Checkliste für den Klinikkoffer auf mamawissen.de












