Zoff ums Geld: Laut einer Umfrage streiten sich 71 Prozent der Paare in Deutschland, wenn ein Partner ohne Absprache mit dem anderen zu viel Geld ausgibt. Dabei spielt die Höhe des Betrages eine entscheidende Rolle. Jedes fünfte Paar zofft sich bereits bei einem Betrag zwischen 100 und 250 Euro. Gibt ein Partner zwischen 250 und 1000 Euro ohne Absprache aus, führt das bei über der Hälfte zum handfesten Krach. Übersteigt die Summe 1.000 Euro, ist endgültig Schluss mit lustig: Da hängt in über 70 Prozent der Haushalte der Haussegen schief.
Die Umfrage, die von der Asstel Versicherungsgruppe in Auftrag gegeben wurde, zeigt: Über Ausgaben zwischen 101 und 500 Euro entscheiden 65 Prozent der Paare
in Deutschland ausschließlich gemeinsam, bei Beträgen ab 1.000 Euro
sind es bereits 87 Prozent. Die klassische Rollenverteilung gehört den Angaben zufolge längst der Vergangenheit an. So werden Rechnungen für Miete oder Telefon gleichermaßen von Männern wie von Frauen getätigt. In 29 Prozent der Partnerschaften lassen sich die Frauen im Restaurant nicht einladen, sondern begleichen die Rechnung selbst. In den neuen Bundesländern liegt dieser Wert sogar bei 36 Prozent.
Jedoch gibt es durchaus regionale Unterschiede: Während beispielsweise in Brandenburg 52 Prozent der Paare den Einkauf von Kleidung und Accessoires ausschließlich gemeinsam entscheiden, liegt dieser Wert in Schleswig-Holstein bei nur 25 Prozent. Auch die Themen Absicherung und Vorsorge wird gemeisam entschieden: Beispielsweise wird in fast der Hälfte der Partnerschaften über den Abschluss von Versicherungen zusammen beraten. Generell kommt die Umfrage zu dem Ergebnis: Umso höher die Kosten, desto stärker findet eine Abstimmung mit dem Partner statt. Wer also Zoff mit dem Partner wegen Geldangelegenheiten vermeiden will, sollte mit offenen Karten spielen.
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